#1 Wieder ein Neuzugang! von Nadja1209 13.04.2020 18:22

Hallo zusammen,

ich dachte, ich stelle mich auch einmal kurz vor.
Mein Name ist Nadja, ich bin 29 Jahre alt und habe schon seit einigen Jahren Schluckbeschwerden, habe aber erst vor einigen Woche die Diagnose EoE bekommen.

Angefangen hat es vor ca. 7 Jahren, als mir beim Weihnachtsessen mit der Familie ein kleines Stück Fleisch in der Speiseröhre stecken blieb. Nachdem ich einige Stunden (!) vergeblich versucht hatte, das Stück selbst wieder hervorzuwürgen, ging es schließlich doch in die Notaufnahme, wo letztendlich eine Magenspiegelung durchgeführt wurde, bei der Stück weiter runtergeschoben wurde. Weiteres wurde dabei aber nicht festgestellt und das Thema war mehr oder weniger abgeschlossen, obwohl ich seitdem zu einem sehr vorsichtigem Esser geworden bin.
Das ganze Wiederholte sich dann erst einige Jahre später bei einem Mittagessen mit Arbeitskollegen, hier gelang es mir glücklicherweise, die Nahrung wieder herauszuwürgen - unangenehm war das Ganze trotzdem! Ein weiteres Mal passierte mir der Spaß letztes Jahr mitten in der Stadt - schwierig, hier einen Ort zu finden, um sich um das Problem in Ruhe zu kümmern. Ansonsten kommt es bei mir des öfteren vor, dass ich auch mit dem Tablettenschlucken Probleme habe, sodass ich auch diese i.d.R. seit einiger Zeit immer zerteile, sodass sie so klein wie möglich sind.
Grundsätzlich habe ich fast immer beim Essen das Gefühl von Enge im Hals/in der Speiseröhre, habe es aber lange auch einfach darauf geschoben, dass mir die Erlebnisse der Vergangenheit noch im Hinterkopf geblieben sind und so das Essen für mich auch zur psychischen Belastung wird. Ich habe mich zu einem absoluten Langsam-Esser entwickelt, was natürlich gerade in gesellschaftlichen Situationen und außerhalb des engen Freundes- und Familienkreises sehr unangenehm wird, da ich nicht jedem von meinem Problem erzähle.

Ehrlicherweise habe ich mich aus Angst vor der Diagnose einige Zeit vor einer Gastroskopie gedrückt, habe es aber nun endlich gewagt und bin immerhin froh jetzt zu wissen, dass ich mir das Ganze nicht nur eingebildet habe. EoE ist zwar nicht gerade eine Traumdiagnose, ich habe aber die Hoffnung, das Ganze jetzt immerhin irgendwie in den Griff zu kriegen.

Von ärztlicher Seite wurde mir nun zunächst die Eliminationsdiät ans Herz gelegt, was ich nun so langsam versuche umzusetzen, finde das aber wirklich nicht einfach.
Gerade der Verzicht auf Kuhmilch und Weizen stellt einen echten Einschnitt dar. Mit dem Verzicht auf Kuhmilch entfällt nun das Frühstück in Form eines (selbst gemachten) Joghurts, und auch mein Hobby, das Brot backen, muss nun auch wohl auf Eis gelegt werden. Habt ihr Erfahrungen damit, ob der Verzicht auf Weizen auch den Verzicht auf Dinkel, Roggen und Hafer beinhaltet (das wären für mich immerhin alternative Mehle zum Brot backen, bzw. trinke ich auch sonst täglich Hafermilch und würde diese ungern ersetzen müssen). Gibt es gute Alternativen zu Nudeln? Bei einem kurzen Blick in die (momentan ohnehin leer gefegten) Supermarktregale sind mir keine weizenfreien Alternativen aufgefallen.
Im Netz habe ich inzwischen auch gelesen, dass teilweise auch der Verzicht auf Hülsenfrüchte und Reis empfohlen wird, gibt es damit Erfahrungen? Ich muss sagen, dass das in meinen Augen wirklich schwierig wäre, denn dann bleiben ja wirklich nicht viele Alternativen.
Leider fehlt es meiner Ansicht nach im Netz auch deutlich an Rezepten, die in der Zeit während der Eli hilfreich wären, oder kennt ihr hier Seiten oder vielleicht auch Kochbücher, die Abhilfe schaffen könnten?

So, das war jetzt erst einmal viel Text, aber ich freue mich über den Austausch mit euch!

Beste Grüße
Nadja

#2 RE: Wieder ein Neuzugang! von Kristin 15.04.2020 20:00

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Hallo Nadja,

erstaunlich, dass Dir von ärztlicher Seite die Eli empfohlen wurde. Die meisten Fachärzte reagieren eher abweisend, wenn es um die Diät geht.

Also bei mir sind es Weizen, Milch und Schweinefleisch, die Beschwerden auslösen.
Mit dem Verzicht auch Weizen hatte ich auch erst so meine Probleme. Aber ich habe festgestellt, dass ich Dinkel gut vertrage. Jedoch habe ich allgemein mit Gebäck und dem Herunterschlucken meine Probleme. Meistens brauche ich reichlich Flüssigkeit, damit der Kuchen oder das Brot nicht hängen bleibt. Aber mit Dinkel geht es wesentlich besser als mit Weizen. Dinkel ist zum Brot backen sowieso eine gesunde Alternative zum Weizenmehl.

Bei den Nudeln habe ich lange, lange gesucht und bin schließlich nach den typischen Öko-Varianten, wie Rote-Beete-, Buchweizen- und Linsennudeln, schließlich bei glutenfreien Nudeln gelandet. Die sind meistens auf Mais- oder Reisbasis und schmecken ganz gut. Bisher habe ich die auch sehr gut vertragen. Im Supermarkt findest Du die meistens in der glutenfreien Abteilung.

Viel Glück beim Ausprobieren!

Kristin

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