#1 Ich habe gestern dieses Forum entdeckt und möchte mich auch vorstellen von Atti55 18.08.2019 16:10

Ich bin Atti aus Niedersachsen, 64 Jahre alt und habe die Diagnose EoE in diesem Frühjahr erhalten. Bin ansonsten keine Allergikerin. Meine leichten Schluckauffälligkeiten begannen vor ca. 6 Jahren. Ich hatte weder Schmerzen noch Krämpfe, aber das Gefühl, dass manche Speisen einfach nicht rutschten. Damals habe ich mir Sorgen gemacht, dass sich in meiner Speiseröhre etwas Bösartiges breit machen könnte. Bevor ich den Termin zur Magenspiegelung wahr nahm, habe ich regelmäßig Pantoprazol geschluckt und zu meiner großen Beruhigung war alles in Ordnung. Ich habe also so weiter gelebt, wie zuvor. In diesem Frühjahr nahmen die Beschwerden dann doch wieder zu, so dass ich mir Sorgen machte, der Arzt habe damals etwas übersehen. Ich habe mich also wieder bei dem selben Arzt wie zuvor vorgestellt und dieses Mal vorher kein Pantoprazol geschluckt, weil ich nichts verfälschen wollte. Als ich jetzt nach 5 Jahren meine Beschwerden in etwa genauso dargestellt habe wie vor 5 Jahre, erhielt ich gleich die Verdachtsdiagnose EoE, die sich dann auch bestätigte. Inzwischen habe ich viel gelesen und bin mir sicher, dass mein Arzt selbst sich auch fortgebildet hat, denn diese Erkrankung gehört zu den neuen Erkrankungen, die erstmals 1978 beschrieben. EoE scheint zu den Zivilisationserkrankungen zu gehören ausgelöst durch eine allergische Reaktion auf die "falsche" Nahrung, die über Jahre durch unsere Speiseröhre gerutscht ist. Da die Medikamente, die z.Z. zur Verfügung stehen, nicht heilen, sondern nur zu einer Revision führen, habe ich mich dagegen entschieden und mich mehr in Richtung Ernährung informiert. Dabei bin ich dann gestern, als ich auch über die Seite "Gesundheit.de" auf dieses Forum aufmerksam wurde, auf die Seite einer Ernährungsberaterin Ute Körner, die recht vernünftige Tips zur Eliminationsdiät gibt. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass man unter Calciummangel leidet, wenn man auf Milchprodukte verzichtet, aber ansonsten wird die Krankheit mit Ernährungstips dort recht gut dargestellt. Ich selbst verzichte seit dem Frühjahr auf alles, was aus dem Meer kommt, auf Eier, Milch, Soja, Nüsse und alle glutenhaltigen Mehle. Bin noch in der Rezept-Findungsphase. Kann bisher weder eine Verschlechterung noch eine entscheidende Verbesserung bemerken. Gehe einfach mit der Erkrankung aufmerksamer um und merke viel schneller, was sich in meiner Speiseröhre schlecht anfühlt.
Ich erhoffe mir hier im Forum auch einen guten Austausch und freue mich darüber, dass Kristin dieses Forum ins Leben gebracht hat.

Viele Grüße an alle hier im Forum
Atti

#2 RE: Ich habe gestern dieses Forum entdeckt und möchte mich auch vorstellen von Kristin 18.08.2019 17:56

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Hallo Atti,
herzlich willkommen hier im Forum!
Ja, der Weg bis zu der Diagnose EoE ist manchmal sehr lang und ernüchternd, weil den Fachmedizinern noch das entsprechende Wissen fehlt. Aber ich habe zur Zeit das Gefühlt, dass sich „etwas tut“. Die medikamentöse Versorgung ist noch nicht optimal, daher ist es zur Zeit wahrscheinlich wirklich besser über die Ernährung selbst etwas zu verbessern. Es gibt jedoch mittlerweile zahlreiche Symposien, Fachtagungen,...für Mediziner zu dem Thema EoE.
Die Seite der Ernährungsberaterin Ute Körner habe ich kürzlich auch entdeckt und war sehr überrascht darüber, dass die EoE dort so genau erklärt wird. Ich habe sehr lange nach einer Ernährungsberaterin gesucht und wurde oft mit der Begründung, dass kein Wissen über EoE vorhanden ist, abgelehnt oder an andere verwiesen.
Ich hoffe, dass hier viele Fragen, wie z.B. zur Ernährungsumstellung bei EoE beantwortet werden können.

Viele Grüße,
Kristin

#3 RE: Ich habe gestern dieses Forum entdeckt und möchte mich auch vorstellen von Johannes 12.09.2019 18:17

Hallo Atti, ich bin seit 10 Jahren schon ständig bei Ärzten, habe aber erst seit einem Jahr die Diagnose EoE. Man muss sich mühsam alles selbst erarbeiten. Es gibt leider kaum Ärzte, die einem helfen können. Zumindest nicht in meiner Nähe.
Mache jetzt seit 6 Wo. eine FFED, zusammen mit einer Dipl. Ernährungsberaterin. Glaube, dass ich damit ans Ziel kommen werde. Es ist mühsam und wird auch lange dauern, aber die ersten Erfolge zeigen sich schon.
Herzliche Grüsse
Johannes

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